Die Weisheit der Jahre: Was wirklich zählt!
- 31. Juli
- 3 Min. Lesezeit
„Man bereut im Leben nie die Dinge, die man getan hat, sondern immer nur die, die man nicht getan hat“.
Dieser Ausspruch wird einerseits dem römischen Kaiser und Philosophen Marc Aurel (121 – 180 n. Chr.) andererseits der Modeschöpferin Coco Chanel zugeschrieben.
Wenn Menschen im höheren Alter auf ihr Leben zurückschauen, hat sich ihr Blick auf die Dinge grundlegend verändert. Worüber sie früher schlaflose Nächte hatten, erscheint ihnen im Alter ganz unwichtig. Die Fehler von einst sind zu wertvollen Lehrmeistern auf dem Weg zu einem erfüllten Leben geworden.
„Welche „Fehler“ beziehungsweise Erfahrungen sollte man im Leben unbedingt machen?“
Die folgenden Wortspenden zum Thema haben mir unterschiedliche Menschen zur Verfügung gestellt. Sie zeigen, welche Umwege sich gelohnt haben, welche Fehler man unbedingt machen sollte – und weshalb am Ende nicht die Perfektion zählt, sondern der Mut, es einfach probiert zu haben.
Erfahrungen: geliebt und geachtet zu werden. Für die eigenen Leistungen gelobt zu werden. Hilfsbereitschaft zu pflegen.„Fehler“: nicht zu verzeihen, nicht zuzuhören, jemandem die eigene Meinung aufzwingen.
Lieber zu Hause bleiben ODER eine Reise tätigen: „(…) zum Beispiel nach Finnland, denn da fand ich meine Ehefrau. Oder nach Italien. Wir verloren unser Geld und die Polizei bot uns Quartier im Gefängnis an, bis das Konsulat öffnete und sie uns Geld für die Heimreise borgten.“
Fremden Menschen zu sehr zu vertrauen kann in die Hose gehen ODER positive Überraschungen offenbaren.
Bei Regen schwimmen gehen.
Man sollte Menschen niemals verurteilen, hilfsbereit sein. Eine soziale Einstellung anderen Menschen gegenüber erleben, geben und hoffen, dass man diese selbst gegebenenfalls auch erhält. Fehler im Leben möglichst nur einmal machen.
Die Kostbarkeit von Arbeit erleben dürfen, die Befriedigung eines Werkes, ein Ergebnis erreicht zu haben – Geld ist nebensächlich. Gut gemachte Arbeit lässt uns wachsen, reifen und weiterentwickeln.
Um Erfahrungen zu sammeln, muss man einiges probieren!
Interessant fand ich wie meine Frage verstanden wurde beziehungsweise wie das Wort „Fehler“ interpretiert wurde. Ich habe die Antworten im Originalton der Wortspender*innen belassen.
Am Ende meiner kleinen Umfrage erreichten mich noch diese Ausführungen. Sie gingen mir sehr ans Herz und brachten mich noch länger zum Nachdenken.
Tja, Fehler in meinem Leben!!!
1. Fehler:
Die Matura nicht gemacht zu haben. Hätte Ärztin werden können. A b e r: Hätte meinen Mann nicht kennen gelernt.
2. Fehler:
Habe meinen Mann geheiratet, der mich in all den Jahren nie so geliebt hat wie ich ihn. A b e r: Ich wohne in einem schönen Haus im Grünen und bin in den super Familien meiner tollen Söhne herzlich integriert.
3. Fehler:
Mein Ehrenamt. Viele haben mir abgeraten. Ich bin da so hineingerutscht. A b e r: Heute weiß ich, dass mir die Herausforderung, das Lob, die Anerkennung und das gesamte Feedback sehr guttuen.
Wir lernen ein Leben lang – auch durch Scheitern, Irrtümer und vermeintliche Fehler. Wann immer wir auf diese Erfahrungen zurückblicken, können wir neu anfangen, loslassen, um Verzeihung bitten, uns Zeit füreinander nehmen und erkennen, dass wir nicht alles kontrollieren können!
Vielen herzlichen Dank den Wortspender*innen für die Gedanken, Überlegungen, Beiträge für diesen kleinen Artikel!

Und hier noch ein RÄTSEL
3 Preise gibt es für die ersten 3 Einsendungen: solways@mur.at
Ich bin selten willkommen,doch oft ein guter Lehrer.
Man möchte mich vermeiden, und wächst doch gerade durch mich.
Im Rückblick werde ich manchmal zu einer wertvollen Erfahrung.
Was bin ich?